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Die Erdkröte (Bufo bufo) ist ein Froschlurch mit einem weit reichenden Verbreitungsgebiet, welches den Großteil Europas umfasst.
Auch in Deutschland ist die Kröte großflächig verbreitet.
Erdkröten sind große, plumpe Amphibien; die Weibchen können mit einer Gesamtlänge von bis zu 15 cm deutlich größer werden als die
Männchen mit bis zu 8 cm. Erdkröten weisen eine einheitlich braune, dunkelbraune oder graue Färbung auf. Es gibt aber auch vereinzelt
schwarz oder rötlich gefärbte Tiere. Die Rücken- und Bauchseite ist meist unregelmäßig dunkel getupft und der gesamte Körper ist von
zahlreichen Warzen bedeckt. Die Männchen besitzen keine Schallblasen, sie bilden aber zur Paarungszeit verhornte schwarze Schwielen an
der Innenseite der ersten drei Finger aus. Mit diesen Brunftschwielen klammern sich die Männchen an den Weibchen fest und lassen sich
häufig über Hunderte von Metern zum Laichgewässer huckepack tragen (Bild 1).
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Bild 2
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Im Frühjahr gehört die Erdkröte zu den ersten Amphibien die ihr Brutgeschäft aufnehmen (neben dem Grasfrosch, der häufig schon im
Januar anzutreffen ist). Meist kann man sie ab Mitte Februar vereinzelt und im März dann in großen Zahlen beobachten. Typisch sind zu
dieser Zeit die Massenwanderungen der erwachsenen Tiere zu ihren Laichgewässern. Erdkröten suchen stets das gleiche Gewässer zur
Fortpflanzung auf; bevorzugt werden größere, stehende Gewässer (Bild 2).
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Bild 3
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In den flachen, stehenden Gewässern legen die Weibchen, welche die Männchen „huckepack“ im
Amplexus tragen, die Eier in Form von meterlangen Laichschnüren ab, welche direkt von den Männchen befruchtet werden (Bild 3).
Die Laichperiode der Amphibien reicht meist von Mitte März bis Anfang Mai; nach ca. einem Monat entwickeln sich die Kaulquappen,
welche nach weiteren drei bis vier Monaten die Metamorphose zur Kröte durchlaufen und fortan an Land leben. Im Oktober ziehen sich
die Erdkröten dann normalerweise in ihre Winterquartiere zurück. Erwachsene Erdkröten sind überwiegend nachtaktiv, während der aktiven
Fortpflanzungsperiode können sie aber auch tagsüber regelmäßig angetroffen werden.
Text: Sarah Alt
Fotos: Christoph Grünfelder
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